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Aktuelles

Salvi Maiorana – Über 40 Jahre mit Leidenschaft dabei

22. Mai 2026

Salvatore Maiorana, besser bekannt als Salvi, ist Schiblianer der ersten Stunde. Nur wenige bringen so viel Erfahrung im Unternehmen mit wie er. Seit geraumer Zeit engagiert er sich als Bauleitender Elektroinstallateur im Kompetenzzentrum Erneuerbare Energie und arbeitet auf den Dächern der Region aktiv an der Energiewende mit. Wir haben ihn zum Gespräch getroffen.

Salvi auf dem Times Square in New York

Hallo Salvi, danke, dass du dir Zeit für ein Gespräch genommen hast. Erzähl uns, wie bist du zu Schibli gekommen?

Ich wurde in Bülach geboren, zog mit neun Jahren nach Sizilien und kehrte mit 17 in die Schweiz zurück. Der Start ins Berufsleben war nicht einfach, denn meine Deutschkenntnisse waren noch sehr begrenzt. Deshalb begann ich zunächst mit einer Vorlehre bei Schibli. Von Anfang an wollte ich zeigen, was in mir steckt. Schon bald bekam ich die Chance, ein grosses Projekt zu übernehmen: Beim Umbau des Hotels Seegarten durfte ich die Elektro-installationen komplett alleine ausführen. Das war für mich ein echter Meilenstein und hat mir gezeigt, dass sich Einsatz und Durchhaltevermögen lohnen.

Wie hat sich die Arbeit als Elektroinstallateur über die Jahre verändert?

Früher waren Materialien teuer, Arbeitsstunden dagegen günstig, und wir hatten kaum Stress. Heute ist es genau umgekehrt. Auch die Einstellung hat sich verändert. Damals herrschten Disziplin und Berufsstolz. Als ich anfing, wollte ich mich beweisen und mehr leisten als erwartet. Bei der jungen Generation fehlt dieser Ehrgeiz leider oft.

Was motiviert dich, so lange in diesem Beruf zu arbeiten?

Vor allem die Menschen. Ich habe grossartige Arbeitskollegen und arbeite sehr gern mit ihnen. Natürlich gefällt mir auch die Arbeit selbst. Das Wichtigste ist aber ein positives Umfeld, in dem man sich gegenseitig unterstützt. Und dazu gehört, dass man selbst mit anpackt und Teamspirit zeigt.

Seit wann bist du beim Kompetenzzentrum Erneuerbare Energie und wie kam es dazu?

Ich kenne Marcel Walder (Projektleiter bei Schibli), seit über 30 Jahren. Wir arbeiteten gemeinsam auf Baustellen, und irgendwann kamen die ersten PV-Anlagen dazu. Unser erstes Projekt war im Jahr 2007 eine grosse Anlage für die Post in Oerlikon. Wir hatten keine Erfahrung, wollten es aber unbedingt umsetzen. Wir beschäftigten uns intensiv mit der Materie und die Aufträge wurden immer mehr. Damals waren PV-Anlagen ein kleiner Teil innerhalb des Schibli Stark- und Schwachstrombereichs. Irgendwann konnten wir das nicht mehr neben den normalen Elektro-installationen stemmen. Dann kam Thomas Ziegler dazu und wir gründeten das Kompetenzzentrum Erneuerbare Energie. Damals waren wir fünf Leute.

Die PV-Chläuse: Salvi mit Hector Rodrigo Rodriguez, Vincenzo Matassa und Pavol Fenik (v. l. n. r.)

Als Mitarbeiter mit der Personalnummer drei bist du mittlerweile nicht mehr 20 . Was ist dein Geheimrezept, um fit für die Baustelle zu bleiben?

Mir macht die Arbeit einfach Freude. Ich habe zwei Familien: Eine zu Hause und meine Schiblianer-Familie. Wir verbringen viel Zeit miteinander, und ich freue mich jeden Tag, mit ihnen zu arbeiten, auch wenn es mal streng wird. Ich achte darauf, in Bewegung zu bleiben. Vor einigen Jahren habe ich mit dem Laufen begonnen und zusammen mit Vincenzo Matassa und Romeo Dos Reis – beide auch langjährige Schiblianer – sogar zwei Halbmarathons absolviert. Heute renne ich nicht mehr oft, aber ich laufe und wandere noch regelmässig.

Welchen Rat hast du für junge Menschen, die als Elektroinstallateur ins Berufsleben starten möchten?

Arbeitet effizient und immer sauber. Gewöhnt euch nicht an halbe Lösungen. Strebt stets das beste Ergebnis an. Geht respektvoll mit eurem Umfeld um und übt euren Beruf mit Stolz aus. Schibli vertraut als Arbeitgeber darauf, dass wir das Unternehmen gut repräsentieren und diesem Vertrauen sollten wir gerecht werden.

Würdest du wieder den Beruf des Elektrikers wählen?

Ja, auf jeden Fall. Mir gefällt der Beruf, weil ich mich bewegen, körperlich arbeiten und dabei etwas erreichen kann. Manchmal, wenn ich mit meiner Frau an einer ehemaligen Baustelle vorbeikomme, erzähle ich ihr stolz: «Hier habe ich mitgearbeitet.»

Salvi im Schiblianer 1984


Du hast über die Jahre auf zahlreichen Dächern gearbeitet. Wo war der Ausblick am schönsten?

Mir gefällt es auf den meisten Dächern. Ein besonderes Highlight war die Arbeit in Flüelen, umgeben von den eindrucksvollen Bergen.

Der Schibli-Racer

Du hast schon viele spannende Projekte begleitet. Gibt es auch etwas, das du privat gerne baust oder tüftelst?

Wir haben aber eine Wohnung in Sizilien, und dort kümmere ich mich um die Instandhaltung. Mein nächstes Projekt ist eine kleine PV-Anlage am Balkongeländer. Früher habe ich an ferngesteuerten Autos gebastelt und sogar viermal an der Europameisterschaft teilgenommen. Ich hatte auch ein Modellauto im Schibli-Design.

Bist du oft in Sizilien?

Mindestens einmal im Jahr. Der Grossteil meiner Familie lebt dort und ich besuche sie so oft wie möglich. Im Ruhestand möchten wir noch mehr Zeit in Sizilien verbringen, aber einen Wohnsitz in der Schweiz behalten. Ganz wegziehen kann ich mir nicht vorstellen.

Sizilien ist bekannt für seine Küche. Kochst du zu Hause selber?

Ja, ich habe damit angefangen, weil ich gern gut esse. Früher war ich sogar an einem sizilianischen Spezialitätengeschäft in Oberengstringen beteiligt. Es begann mit Konfitüren und Orangen aus Sizilien. Wir haben damals jeden Produzenten persönlich besucht und nur Ware von Familienbetrieben bezogen. Der Laden lief sehr gut, aber irgendwann musste ich mich entscheiden und ich habe mich für Schibli entschieden.

Was machst du, um Energie zu tanken, wenn es nicht bis Sizilien reicht?

Ich unternehme viel mit meiner Frau. Etwa einmal im Monat fahre ich nach Mailand, zum Einkaufen und gut Essen. Generell besuche ich gern italienische Städte und geniesse die lokalen Spezialitäten. In der Schweiz habe ich das Wandern für mich entdeckt und erkunde schöne Orte in der Umgebung. Ich unterhalte mich gerne mit verschiedenen Menschen, ganz egal, ob ich sie kenne oder nicht. Jeder Mensch hat seine Geschichte, und ich bin neugierig.

Wenn du auf deine Zeit bei Schibli zurückblickst, worauf bist du besonders stolz?

Ich bin stolz, Teil von Schibli zu sein. Von Anfang an wurde ich unterstützt und das gilt bis heute für alle Mitarbeitenden. Bei Schibli habe ich gelernt, Arbeiten von Anfang an korrekt umzusetzen und konnte mich fachlich enorm weiterentwickeln.

Gibt es etwas, das du unbedingt noch erleben oder erreichen möchtest?

Ich möchte noch viel reisen. Zuerst ganz Italien entdecken und danach den Rest der Welt.

Das klingt nach einem grossartigen Plan. Wir hoffen, dass du Schibli noch lange erhalten bleibst und danken dir herzlich für das Gespräch.

«MEGACHARGER» – EIN MEILENSTEIN DER ELEKTROMOBILITÄT

5. Mai 2026

Ein E-LWK wird mit einer Leistung von über 1,1 Megawatt geladen.
Foto: © Designwerk Technologies AG

Das Projekt «MegaCharger» markiert einen technologischen Durchbruch in der Elektromobilität: Erstmals konnte ein Elektro-LKW mit über 1,1 Megawatt Ladeleistung unter Realbedingungen geladen werden und die Schibli Automatik war mit der Planung und dem Bau der Hauptverteilung ein Teil dieses Erfolgs.

Im Rahmen eines Demonstrationsprojekts des Schweizerischen Bundesamts für Energie (BFE) hat die Firma Designwerk Technologies AG einen mobilen Ladecontainer entwickelt, mit dem erstmals eine Ladeleistung von 1’140 kW erreicht werden konnte. Bisherige Systeme lagen bei einer Leistung von rund 350 kW. Ein Prototyp eines Elektro-LKWs mit 1’000 kWh Batteriekapazität wurde in nur 42 Minuten von 10 % auf 80 % geladen. Dabei flossen 625 kWh Energie bei einer durchschnittlichen Leistung von 906 kW. In den ersten fünf Minuten wurden bereits 81 kWh übertragen. Dies ist genug, um ein Elektro-PKW vollständig aufzuladen.

Der Ladecontainer ist im Wesentlichen ein grosser Batteriepuffer, der langsam aufgeladen und schnell entladen werden kann. Dadurch werden grosse Leistungsspitzen im Stromnetz vermieden, die sonst zu Überlastungen führen oder teure Netzausbauten nötig machen würden. Zusätzlich können im Ladecontainer auch sogenannte «Second-Life-Batterien» von ausgemusterten E-LKWs wiederverwendet werden.

Die Rolle der Schibli Automatik
Der «MegaCharger» wurde komplett neu entwickelt. Für die Umsetzung suchte die Designwerk Technologies AG einen erfahrenen Schaltanlagenbau-Partner mit Knowhow im Umgang mit Batteriesystemen. Nach einem persönlichen Austausch im Standort der Schibli Automatik in Kloten hat die Planung der Hauptverteilung schnell Fahrt aufgenommen. Die grössten Herausforderungen waren die knappen Platzverhältnisse im Container, die Wärmeentwicklung durch die hohe Ladeleistung und die rollende Planung.

Neue Möglichkeiten
Der «MegaCharger» ermöglicht Tagesreichweiten mit E-LKWs von bis zu 1’000 km. Dank extrem kurzer Ladezeiten können die Fahrzeuge während der gesetzlich vorgeschriebenen Fahrerpausen geladen werden. Das macht den Alltagseinsatz von E-LKWs realistisch und wirtschaftlich. Ursprünglich wurde der «MegaCharger» für die Elektromobilität entwickelt. Sein Potenzial reicht jedoch weit darüber hinaus. In Zukunft sind zahlreiche zusätzliche Anwendungen denkbar. Er kann als Ersatz für Dieselgeneratoren bei temporären Stromversorgungen eingesetzt werden. Er eignet sich für die Notversorgung kritischer Infrastruktur wie Serveranlagen und Beleuchtung bei grossen Umschaltungen. Auch als Initialstromversorgung auf Baustellen, bevor die Hauptzuleitung verfügbar ist, bietet er eine effiziente Lösung. Der «MegaCharger» wird damit nicht nur zum Schlüssel für nachhaltige Mobilität. Er entwickelt sich zu einer flexiblen Energiequelle für anspruchsvolle Szenarien in unterschiedlichsten Branchen.

TECHNISCHE DATEN


Dimensionen
850x255x300cm


Gewicht
25 Tonnen


Batteriepuffer
170 – 2’000 kWh


DC Ausgangsdaten
Max. 3’000 A, 500-850 V, max. 2’100 kW


Thermomanagement
Wasser / Luft


Transport
Transportierbar nach UN38.3

Über die Schibli Automatik

Seit über 70 Jahren setzt die Schibli Automatik Massstäbe in Schaltanlagen und Energieverteilungen und war das erste SQS-zertifizierte Unternehmen in diesem Bereich, mit kundenorientierten Lösungen für Private, Planer und Grossbetriebe. Alle Anlagen werden mit modernster Technologie und ISO‑9001‑zertifiziertem Qualitätsmanagement in der eigenen Werkstatt in Kloten gefertigt, umfassend geprüft und durch kontinuierlich geschulte Mitarbeitende auf höchstem Schweizer Qualitätsniveau realisiert.

Erfahren Sie mehr

Das Elektroforum 2026 – Die Fachtagung der Elektrobranche mit Weiterbildungsnachweis

27. Februar 2026

«wir schiblianer» 2026 ist erschienen

25. Februar 2026

Zertifizierung als Fronius System Partner

1. Oktober 2025

Entec ist Trikotsponsor des EHC Kloten

20. August 2025

Wir begrüssen unsere neuen Lernenden

6. August 2025

Elektroforum 2025

6. August 2025

HR, Berufsbildung und Personal- und Organisationsentwicklung mit dem Credo: Gemeinsam wachsen. Zukunft gestalten. Neue Wege gehen.

22. April 2025

Rund 550 Menschen arbeiten in der Schibli-Gruppe. Im Wissen, dass unsere Unternehmung nur so gut ist, wie unsere Mitarbeitenden, haben wir im letzten Jahr unsere Personalabteilung umstrukturiert. Neun Mitarbeitende arbeiten heute in den Bereichen HR, Personal- und Organisationsentwicklung (PE&OE) sowie Berufsbildung (BB), mit dem Ziel, dass wir weiterhin als attraktiver, innovativer, wettbewerbsfähiger und verbindlicher Arbeitgeber wahrgenommen werden. Geleitet werden die Bereiche von Daniela Grawehr (HR), David Zehnder (PE&OE) sowie Daniel Wiesmann (BB). Gemeinsam haben die drei ihre Strategie für die nächsten Jahre erarbeitet und präsentiert. Wir haben nachgefragt.

Unsere strategischen Erfolgsfaktoren

Die strategischen Erfolgsfaktoren

Daniela, Dave und Dani, was hat euch dazu bewegt, mit einer fundierten Strategiearbeit für eure Bereiche zu starten und so die Weichen für die Zukunft zu stellen?
Wir haben von der Geschäftsleitung den Auftrag erhalten, unsere künftige Ausrichtung zu definieren. Für uns war klar, transparent, neu und frisch soll sie sein. Und sie soll zeigen, dass wir die Bedürfnisse und Anforderungen der einzelnen Abteilungen ernst nehmen, die Organisation nachhaltig stärken wollen und für unsere Mitarbeitenden da sind, um mit ihnen gemeinsam die Zukunft zu gestalten – ihre persönliche und auch die der Schibli-Gruppe als Ganzes. Unsere drei Bereiche haben viele Berührungspunkte, deshalb wollten wir von Anfang an gemeinsame Erfolgsfaktoren definieren und Synergien nutzen.

Schibli Team HR und Berufsbildung
Drei Bereiche, ein Credo: Gemeinsam wachsen (HR, Daniela Grawehr (rechts)). Zukunft gestalten (PE&OE, David Zehnder (Mitte)). Neue Wege gehen (BB, Daniel Wiesmann (links)).

Wie seid ihr den Prozess der Strategieentwicklung angegangen?
Wir sind klassisch vorgegangen, haben zuerst eine Auslegeordnung gemacht und zu Dritt das Gespräch mit den Abteilungen gesucht, um deren Bedürfnisse abzuholen und zu verstehen. Wir haben viele gute Inputs bekommen, die uns aufgezeigt haben, dass im Kern alle in etwa die gleichen Wünsche und Anforderungen an Personal, Berufsbildung sowie Personalentwicklung haben und stellen. Daraus haben wir vier gemeinsame Ziele und strategische Erfolgsfaktoren definiert.

  • Menschen entwickeln
  • Menschen verbinden
  • Arbeitswelt 4.0
  • Zukunftsfähige Organisation

Für die Ausarbeitung der Strategie haben wir anschliessend einzeln an unseren Bereichen gearbeitet. Mitte Januar sind wir wieder zu Dritt zu einem gemeinsamen Workshop zusammengekommen und haben unsere Themen aufeinander abgestimmt. So können wir Synergien nutzen. Wie Zahnräder, die ineinander laufen.

Welches sind eure Fokusthemen 2025/2026?
Für unsere drei Bereiche haben wir die folgenden Fokusthemen definiert.

Personal (HR)

  • Employer Branding
  • Absenzenmanagement
  • Care Management
  • Baustellen und Büro rücken näher zusammen
  • Digitalisierung Arbeitswelt 4.0

Berufsbildung (BB)

  • Zukunftsfähige Berufsbildung in einer hohen Qualität für die nächste Generation
  • Optimale Begleitung während der Ausbildung und für den Übertritt in die Berufswelt

Personal- und Organisationsentwicklung (PE&OE)

  • Laufbahn- und Karriereplanung
  • Führungsentwicklung
  • Performance Management
  • Digitalisierung Arbeitswelt 4.0

Gab es Herausforderungen bei der Entwicklung dieser Strategien?
Ja, definitiv. Eine der grössten Herausforderungen war, die unterschiedlichen Prioritäten der drei Bereiche zu vereinen, ohne die Eigenständigkeit zu verlieren. Ausserdem mussten wir sicherstellen, dass das operative Geschäft weiterläuft, während wir strategisch arbeiten.

Was macht eure Strategie besonders?
Wir haben als Team eine gemeinsame Vision, die folgende Ziele und Werte verfolgt: Mitarbeitende, Attraktivität, Wettbewerbsfähigkeit und Zufriedenheit.

Unsere drei einzelnen Strategien sind aufeinander abgestimmt und fliessen ineinander, sodass wir uns in unseren Bereichen gegenseitig unterstützen. Mit der gemeinsamen Ausrichtung auf unsere vier strategischen Erfolgsfaktoren (siehe Grafik oben), haben wir eine Strategie, die zur DNA unserer Unternehmung passt und langfristig zum Erfolg der Schibli-Gruppe beiträgt.

Wie stellt ihr sicher, dass die Strategie in euren einzelnen Bereichen erfolgreich umgesetzt wird?
Wir haben Massnahmen definiert und in die Zeitpläne integriert. Ausserdem legen wir Wert auf regelmässige Reflexionen und Anpassungen, damit die Strategien flexibel bleiben. Unser Ziel ist es, die strategische Arbeit in den Alltag zu integrieren und ihre Ergebnisse sichtbar zu machen.

Was habt ihr aus dem Prozess gelernt?
Dass es Spass gemacht hat (lachen). Die Zusammenarbeit hat uns als Team zusammengeschweisst, weil wir nicht nur miteinander, sondern füreinander an den Themen gearbeitet haben. Jetzt ist es wichtig, dass wir alle mit auf unseren Weg nehmen.

Was sind die nächsten Schritte?
Nach der Strategie folgt die Umsetzung. Wir freuen uns, mit allen Bereichen und Abteilungen intensiv und konstruktiv daran zu arbeiten. Denn wir sind überzeugt, dass wir mit der gezielten Verfolgung der Erfolgsfaktoren und Ziele einen Mehrwert für Abteilungen, Mitarbeitende und uns als Schibli-Gruppe erzielen können.

Kamerabasiertes Parkleitsystem für den Flughafen Zürich, realisiert durch die Spetec AG

15. April 2025

Im Jahr 2023 erfolgte vom Flughafen Zürich die Ausschreibung «P65 – kamerabasiertes Wegleitungssystem».

Die Kriterien:
«Um die teilweise beengte Parkplatzsituation, insbesondere in den ferienstarken Monaten, zu entschärfen, soll der bestehende Parkplatz «P65 Rohrholz» zu einem öffentlichen Besucherparkplatz umgenutzt und zu einem späteren Zeitpunkt erweitert werden.

Auf Grund der geografischen Lage soll der Parkplatz vorwiegend von Langzeitparkenden genutzt werden. Für den Komfort der Reisenden wird der neue Besucherparkplatz mit einem kameraorientierten Parkleitsystem mit Restplatzanzeige ausgestattet. Dieses System ermöglicht es dem Nutzer, auf dem Parkplatz schnell und einfach zu navigieren. Das neue Parkleitsystem soll in das bestehende Parkleitsystem des Flughafen Zürichs integriert werden.»

Zusammen mit dem Softwareintegrator Triple-M und dem Softwarehersteller Parquery hat Spetec diese Ausschreibung gewonnen und 2024 die erste Phase umgesetzt. Die Smart-Parking-Lösung von Parquery nutzt Kameras und Künstliche Intelligenz (KI) zur Überwachung von Parkplätzen. Die Kameras pushen die Bilder direkt in die Cloud, wo intelligente Algorithmen laufen, welche die Klassifizierung vornehmen und erkennen, ob einzelne Parkplätze besetzt sind.

Parkplatz Leitsystem der Spetec
Die KI wertet die Aufnahmen von 30 Kameras aus und ermittelt mithilfe dieser Informationen die Anzahl der freien Plätze pro Fahrgasse.

Die Algorithmen von Parquery können auf jedes beliebige Fahrzeug, wie Motorräder, Züge oder sogar Boote, trainiert werden und sind dabei robust gegenüber visuellen Störungen oder anderen für die Erkennung nicht relevante Objekte. Weder offene Türen und Kofferraumdeckel von Fahrzeugen, die gerade be- oder entladen werden, noch Einkaufswagen, Fussgänger oder Fahrräder im Vordergrund stören die Erkennung. Die KI von Parquery kann zuverlässig Ölflecken auf dem Asphalt, geflickte Strassenoberflächen oder Müll von einem geparkten Fahrzeug unterscheiden. Weder die Nummernschilder der Fahrzeuge noch die Gesichter der Personen sind zu erkennen.

Mit dieser Lösung werden in der ersten Phase mit nur 30 Kameras über 1’500 Stellplätze analysiert, und die noch verfügbaren Parkplätze den Autofahrern auf dynamischen Anzeigetafeln und auf dem internen Dashboard des Flughafen Zürich angezeigt.

Neue Langzeit-Parkplätze sind als zusätzliches Angebot für Reisende des Flughafen Zürichs zu sehen. Für die bessere Orientierung der Reisenden und eine höhere Kundenzufriedenheit wurde der Parkplatz mit einem Wegleitsystem ausgerüstet. Dies ermöglicht dem Flughafen Zürich eine komfortable Bewirtschaftung mit eindeutiger Übersicht und Kennzahlen. Auch stellt der Flughafen einen kostenlosen Shuttle zur Verfügung, der die Parkplatzbenutzer von P65 in circa zehn Minuten an den Busbahnhof des Flughafens bringt.

Adrian Sypek Projektleiter und Daniel Schulz Systemingenieur bei Spetec

Projektleiter Adrian Sypek (links) und Systemingenieur Daniel Schulz (rechts) vor dem neuen Parkleitsystem am Flughafen Zürich. Gemeinsam mit den Partner-Firmen haben sie die innovative Smart-Parking-Lösung erfolgreich umgesetzt, die Reisenden eine komfortable und effiziente Parkplatzsuche ermöglicht.

Über die Spetec

Die Spetec AG ist ein Team aus rund 16 Systemingenieuren und -technikern mit langjähriger Erfahrung im Bereich der Gebäudeautomation und Sicherheit. Sie war bis August 2019 als Hans K. Schibli Gebäudetechnik im Markt unterwegs. Aufgrund der fortwährenden Spezialisierung in den Bereichen Gebäudeautomation und Sicherheit wurde mit der Spetec AG eine eigenständige Unternehmung innerhalb der Schibli-Gruppe gegründet.

Zur Spetec Website

Im Interview: Patrick Ralo und Peter Schiess. Erfolgreiche Integration und Geschäftsübergabe in Untersiggenthal

28. März 2025

Ein eingespieltes Team. Benny Estermann, Abteilungsleiter Schibli AG Region Aargau (vorne), Patrick Ralo, Geschäftsführer Schibli AG Untersiggenthal (hinten links) und Peter Schiess, ehemaliger Inhaber und Geschäftsführer der Peter Schiess AG und seit 1.1.2025 Kundenberater bei der Schibli AG in Untersiggenthal (rechts).

Peter Schiess gründete 1989 sein eigenes Unternehmen und war seither mit der Peter Schiess AG der Elektriker in der Region Siggenthal. Im Zuge seiner Pensionierung wurde 2022 das Unternehmen Teil der Schibli-Gruppe und ist seither Bestandteil deren Region Aargau. Nach der Integration blieb Peter Schiess Geschäftsführer und hat seinen Nachfolger sukzessiv in die Geschäftstätigkeit eingeführt. Per 1. Januar 2025 wurde die Peter Schiess AG nun in die Schibli AG integriert und umbenannt. Gleichzeitig übergab Peter Schiess die Leitung des Standorts an seinen Nachfolger Patrick Ralo. Wir haben die beiden interviewt und wollten wissen, wie die letzten Monate für sie waren und wie es weitergeht.

Peter Schiess Kundenberater Schibli Untersiggenthal

Peter, du hast mit 64 entschieden, einen Nachfolger für dein Geschäft zu finden. Die Antwort nach dem Warum liegt nahe. Aber wie kamst du zur Schibli-Gruppe?
Ich wollte schon ganz früh Unternehmer sein und ein eigenes Geschäft haben. Das lag bei uns in der Familie. Schon mein Vater hatte eine Metzgerei und ein kleines Hotel. So ist es dann auch gekommen. Ich war damals Mitte zwanzig und hatte erst wenig Erfahrung in der Elektrobranche. Aber ich hatte dennoch einen einfachen Start. Zum einen, weil ich gute Freunde hatte, die mir geholfen und mich unterstützt haben und zum anderen, weil ich in Untersiggenthal aufgewachsen bin und mich einfach jeder kennt. Für mich ist mit meiner eigenen Firma damals ein Traum wahr geworden.

Mein Geschäft, meine Mitarbeitenden und meine Kunden liegen mir sehr am Herzen. Ich wusste von Anfang an, dass ich die Peter Schiess AG jemandem übergeben möchte, der sie weiterführt, wie ich sie aufgebaut habe. Jemandem, der meine Philosophie teilt und der finanzielle Sicherheit für meine Mitarbeitenden und Kunden bieten kann.

Schibli kenne ich schon lange. Ich bestelle seit vielen Jahren Verteilungen bei Stefan Laube, der in der Schibli Automatik in Kloten arbeitet. Wir haben uns dadurch gut kennengelernt und viel geplaudert. Unter anderem habe ich dann irgendwann erwähnt, dass ich nicht mehr ewig Unternehmer sein wolle. Da kam der Stein ins Rollen. Neben der Automatik habe ich aber auch schon oft mit der Schibli Elektro in Spreitenbach gearbeitet. Ein früherer Lernender war dort mal Filialleiter. Seitdem habe ich immer mal wieder mit den Spreitenbachern zusammengearbeitet, wenn ein Auftrag für meinen kleinen Laden zu gross war.

War vom ersten Gespräch an für dich klar, dass Schibli es werden soll?
Jein, ich wusste schon immer, dass Schibli die hässlichsten Firmenautos hat und jetzt stehen sie vor meiner Tür (lacht). Nein, sagen wir so, als Nicht-Stadtzürcher sind die Farben nicht mein Geschmack. Aber ganz ehrlich, jeder kennt sie. Damit sind sie die perfekten Werbeträger.

Als ich Jan zum ersten Mal getroffen habe, war ich überrascht, was für ein grosses Unternehmen die Schibli-Gruppe ist. Das war mir überhaupt nicht bewusst.

Hat dich das erschreckt?
Nein, erschreckt hat es mich überhaupt nicht. Denn obwohl Schibli mit über 500 Mitarbeitenden gross ist, ist der Umgang untereinander und auch mit Partnern und Kunden sehr persönlich und freundschaftlich. Es wird viel Wert auf Qualität gelegt, die Nähe zum Kunden steht im Vordergrund und die Kommunikations- und Entscheidungswege sind kurz. Was für mich neu war und ist, ist die ganze Administration in Zürich. Die Buchhaltung, das Personal, Marketing, Qualitätsmanagement oder Fahrzeug- und Kleiderverwaltung. Aber mir ist schon klar, dass ein Unternehmen wie die Schibli-Gruppe anders funktioniert als meine Acht-Mann-Bude.

Du hattest ja eine Bedingung an den künftigen Inhaber deiner Firma gestellt. Erzähl.
Ich wollte mindestens für zwei Jahre nach dem Verkauf weiterarbeiten. Das war für mich das A und O. Ich liebe meine Arbeit, und meine Kunden kamen für mich immer an erster Stelle – manchmal sogar vor meiner Familie. Meine Frau fand es nicht immer so toll, wenn ich an Wochenenden oder an Feiertagen für einen Notfall losmusste. Aber so bin ich eben.

Ich hätte nie mit 65 aufhören können und ich bin sehr dankbar, dass ich sogar jetzt, nach der Übergabe an Patrick, noch von Nutzen bin und gebraucht werde. Jetzt bin ich einfach Angestellter in einem Teilzeitpensum. Und ich muss sagen, es ist mir vermutlich noch nie so gut gegangen wie jetzt. Unbeschwert ist das falsche Wort, aber ich habe keine finanzielle Verantwortung mehr. Ich habe einen Nachfolger, der sagt, was er will und seine Linie fährt. Aber er fragt mich oft nach meiner Meinung und holt sich Rat bei mir. Das ist einfach schön.

Ich will aber betonen, dass ich nicht hier bin, um meine Zeit abzusitzen. Sprich, wenn ich der Firma nichts mehr bringe, dann will ich auch nicht mehr weiterarbeiten.

Du arbeitest seit letztem Jahr sehr eng mit deinem Nachfolger, Patrick, zusammen. In dem Fall funktioniert es zwischen euch?
Ich hatte vom ersten Treffen an einen sehr guten Eindruck, und wir hatten auch sofort einen Draht zueinander. Was mich anfangs etwas zum Grübeln brachte, war die Doppelbelastung von Patrick. Er ist ja nach wie vor Projektleiter in Spreitenbach. Aber ich habe mir zu viele Gedanken gemacht. Patrick funktioniert ganz anders als ich, und er kommt mit der Situation wunderbar klar. Ich bin überzeugt, dass er den Job gut machen wird. Trotzdem merke ich immer mal wieder, dass ich ihm reinrede. Das muss ich noch in den Griff kriegen (lacht). Aber Gewohnheiten nach 50 Jahren zu ändern, ist nicht ganz einfach. Ich arbeite an mir.

«Ich mag die Nähe zu meinem Team. Ein Einzelbüro kommt für mich nicht in Frage.»

Patrick Ralo
Filialleiter
Schibli AG Untersiggenthal

Patrick Ralo, Filialleiter Schibli AG Untersiggenthal

Patrick, kannst du das bestätigen?
(Lacht) Ja. Aber ich muss dazu sagen. Ich bin froh, dass Peter ist, wie er ist. Seine Erfahrung ist riesig und ich kann von ihm extrem profitieren. Peter hat mich seinen Kunden allen persönlich vorgestellt, weil es auch ihm sehr wichtig war, dass sie wussten, dass er hinter mir steht und weiterhin für sie da ist. Ich glaube, wir ergänzen uns sehr gut und vor allem respektieren wir uns. Peter ist mein Informationspool und er kennt die Kunden schon lange. Das macht es für mich massiv einfacher, als Filialleiter zu starten.

Hast du sofort zugesagt, als Benny dir die Position als Filialleiter Untersiggenthal angeboten hat?
Ja. Ich wollte so oder so irgendwann eine Führungsposition übernehmen. Der Standort Untersiggenthal ist quasi ein Heimspiel für mich. Ich bin in Baden aufgewachsen und wohne heute im Kappelerhof, dem schönsten Quartier in Baden (grinst). Dazu kommt, dass ich meine Lehre in einem Kleinbetrieb, ähnlich dem von Peter, gemacht habe. Ich wusste, was mich erwartet und ich habe mich darauf gefreut. Die Aufträge und die Art zu arbeiten sind hier auf dem Land ganz anders als in Spreitenbach. Es ist viel persönlicher und auch einfacher.

Benny Estermann hat ja als Abteilungsleiter Region Aargau die Gesamtverantwortung für die Standorte Spreitenbach und Untersiggenthal. Wie arbeitet ihr zusammen?
Benny bringt mir extrem viel Vertrauen entgegen und gibt mir die Freiheit, die Filiale zu führen, wie ich es möchte. Ich weiss, dass er zu 100 Prozent zu mir und meinen Entscheidungen steht und mir den Rücken freihält. Er lässt mich von seiner Erfahrung als Leiter einer Elektroabteilung profitieren und gibt mir wertvolle Inputs. Aber er zwingt mir seine Ansichten nicht auf und das macht die Zusammenarbeit für mich mega cool. Was ich sehr schätze, ist, dass er nach wie vor einmal in der Woche in Untersiggenthal arbeitet, damit ich und das ganze Team spüren, dass wir wichtig sind, auch wenn wir viel kleiner sind als Spreitenbach.

Klingt nach einem idealen Einstieg als Filialleiter.
Ich habe den besten Support. Benny unterstützt mich bei den neuen administrativen Tätigkeiten, die eine Leitung mit sich bringen. Peter hat enorm gute Kontakte und einen riesigen Erfahrungsschatz, den er mit mir teilt. Und auch von der Geschäftsleitung in Zürich spüre ich einen totalen Support. Besser hätte ich mir den Einstieg nicht wünschen können.

Kommen wir noch zu deinen Plänen für die nächsten Jahre.
Prio eins ist die Sicherung unserer Stammkunden und die Gewährleistung unserer sehr hohen Arbeitsqualität. Die ist wirklich einmalig und das soll so bleiben. Unsere Kunden sollen spüren, dass wir weiterhin der Vertrauenselektriker sind, den sie kennen.

Prio zwei ist ein gesundes Wachstum. Zum einen wollen wir unser Kerngeschäft, Service und Kleinbauten in die umliegenden Regionen erweitern. Aber wir wollen nicht pushen. Zum anderen soll mit grösseren Projekten oder Kunden, wie beispielsweise der Industrie, Stabilität in der Auslastung erreicht werden. Das heisst, dass wir längerfristig weitere Monteure einstellen können. Aktuell sind sie zu dritt.

Vielen Dank für das Interview, Peter und Patrick. Gibt es noch etwas, dass ihr abschliessend sagen möchtet?

Patrick: Ich glaube, ich habe alles gesagt, was mir wichtig ist. Ich freue mich einfach sehr auf die neue Challenge.

Peter: Mein Geschäft und meine Mitarbeitenden sind in den besten Händen. Und ich darf mein Wissen im Unternehmen weiterhin einbringen. Ich bin einfach ein glücklicher Mensch. Ich wünsche Patrick viel Erfolg, so wie ich ihn hatte.

Iliana Rodrigues Tavares, angehende Montage-Elektrikerin im 1. Lehrjahr, mit Patrick Ralo im Lager in Untersiggenthal.

Schibli AG in Untersiggenthal

Ob elektrische Anlagen in Geschäfts- oder Privatliegenschaften, die effiziente Behebung von Störungen, Instandhaltungsarbeiten, kleinere Umbauten und Sanierungen oder auch die Planung und Installation von Photovoltaik-Anlagen und E-Mobility Ladestationen, die Schibli AG in Untersiggenthal ist der kompetente Partner in der Region.

Mehr erfahren

«wir schiblianer» 2025 ist da

27. März 2025

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